2020-12-03

Fazit


Es gab noch keine Tools und Netzwerke wie Facebook haben erst spät damit begonnen, interne Analyse- und Statistik-Funktionen anzubieten. Gleiches gilt für das Verteilen von Content und auch, wenn es um das Ermitteln besonders erfolgreicher Inhalte geht. Erst in jüngster Zeit sind Lösungen auf den Markt gekommen, die den Arbeitsalltag vieler Social Media Manager deutlich einfacher gemacht haben. Höchste Zeit also, sich ein paar meiner Ansicht nach sinnvollen Social Media Tools genauer anzugucken.


Iconosquare

Iconosquare ist ein Tool, das sich ausschließlich auf Instagram konzentriert. Instagram ist eines der derzeit erfolgreichsten sozialen Netzwerke und auf legalem Weg ist es nur per Smartphone oder Tablet möglich, dort Content zu veröffentlichen. Alles spielt sich in der App ab, doch natürlich gibt es Möglichkeiten, auch via Desktop Inhalte auf Instagram hochzuladen. Das ist allerdings offiziell verboten und wer es dennoch tut, muss mit der Suspendierung seines Accounts rechnen.

Insofern: Hochladen via App, alles andere aber klappt hervorragend mit Iconosquare. So kannst Du Dir Deinen eigenen Feed anschauen, auf Kommentare Deiner Follower reagieren, Leuten folgen und sie auch wieder entfolgen.

Abbildung 1: Iconosquare bietet viele nützliche Statistiken und Insights für Deinen Instagram Account

Du kannst unter anderem entdecken, welche Inhalte auf Instagram aktuell am erfolgreichsten sind und natürlich hat Iconosquare einen umfangreichen Statistik-Bereich. Hier kannst Du Dir genau anschauen, wie Dein Account performt, welche Follower Du neu gewonnen hast und welche Dir verloren gegangen sind.

Zusätzlich bietet Iconosquare noch ein paar Tools an, mit denen Du Deinen Account promoten kannst. Das geht von einer Vanity URL über Widgets für Deinen Blog bis hin zu einem RSS-Feed und der Möglichkeit, eine spezielle Page Tab App für Deine Facebook Seite zu erstellen.

Insgesamt ein sehr umfangreiches Tool, dass sich auch schon in der kostenfreien Variante lohnt. Ich persönlich nutze die bezahlte Version, weil sich die Statistiken dort viel schneller aktualisieren.


Buzzsumo

Wenn Du wissen willst, welche Inhalte im Internet derzeit am populärsten sind, dann kommst Du an Buzzsumo nicht vorbei. Im Prinzip ist Buzzsumo kein waschechtes Tool, sondern „nur“ eine Website, die Dir sagt, welcher Content im Internet die meisten Interaktionen bekommen hat.

Was die Sache aber sehr spannend macht: Du kannst nach URL, Themen oder Keywords suchen und Buzzsumo zeigt an, welche Inhalte zu Deiner Suchanfrage am besten performen. Das heißt, dass Du in wenigen Sekunden herausfindest, welcher Content sich am meisten lohnt und bei welchen Inhalten die Chance am größten ist, damit viel Reichweite zu erzielen.

Abbildung 2: Buzzsumo hilft Dir, besonders erfolgreiche Themen zu finden – ob auf Deiner Website oder irgendwo im Internet

Praktisch: Du kannst so auch Deine eigenen Inhalte überprüfen und schauen, was Deinem Publikum am besten gefällt. Basierend darauf kannst Du Deine Content-Strategie anpassen und dafür sorgen, dass Du künftig mehr Reichweite mit Deinen Inhalten erzielst.

Buzzsumo bietet diverse Filterfunktionen, mit denen Du Inhalte nach Zeit, Land oder auch der Sprache filtern kannst. Das gilt auch für die Art des Contents: Reine Artikel, Infografiken, Videos, Interviews – sogar Gastartikel werden erkannt.

Wenn Du mit Buzzsumo herumexperimentierst, wirst Du schnell auf den Geschmack kommen. Leider ist die kostenfreie Version begrenzt und die kostenpflichtige Variante für den schmalen Geldbeutel nicht geeignet – dennoch: Für einen ersten Überblick und die Recherche zu (aktuellen) Themen eignet sich Buzzsumo auch in der kostenlosen Variante.


HootSuite

HootSuite gilt inzwischen schon als Klassiker unter den Social Media Tools und war einer der ersten Anbieter, mit denen Crosspostings in sozialen Netzwerken möglich wurden. Ganz gleich, ob Crosspostings nun sinnvoll sind oder nicht für viele Anwender ist die Möglichkeit einen einzigen Post gleichzeitig auf vielen unterschiedlichen Netzwerken zu verteilen, schon verlockend.

Damit ist HootSuite aber noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Im Dashboard kannst Du Dir bequem mehrere Deiner sozialen Kanäle anzeigen lassen – und entsprechend administrieren.

Es ist also ohne größere Probleme möglich, auf Mentions bei Twitter zu antworten oder Beiträge weiterzuleiten. Retweeten klappt ohne Problem und sogar so „exotische“ Netzwerke wie Xing lassen sich im Dashboard von HootSuite einbinden.

Abbildung 3: Hootsuite sorgt dafür, dass Du den Überblick nicht verlierst

In der kostenfreien Version lassen sich nicht ganz so viele Kanäle gleichzeitig mit Crosspostings versorgen, aber für eine kleine Arbeitserleichterung reicht es dennoch. Wenn Du bereit bist, ein bisschen Geld auszugeben, bekommst Du auch die Gelegenheit, weitere Netzwerke zu nutzen und Deine Inhalte entsprechend zu verteilen.

Als besonders angenehm zu erwähnen ist auch die Planungsfunktion von Hootsuite. Du kannst genau angeben, wann zum Beispiel ein Tweet für Twitter oder ein Statusupdate bei LinkedIn online gehen soll.

Wenn Du nicht genau weißt, wann für Dich der beste Zeitpunkt zum Posten ist, dann erledigt Hootsuite auch diesen Job für Dich. Das Tool ermittelt automatisch am Verhalten Deiner User in den jeweiligen Netzwerken, wann Du am meisten von ihnen erreichst – und versendet Dein Posting dann automatisch zu genau diesem Zeitpunkt.


FanpageKarma

FanpageKarma kümmert sich um die Auswertung von Facebook Seiten. Du kannst Deine eigene Facebook Seite in das Suchfeld eingeben und Dir Statistiken anzeigen lassen. Wenn Du FanpageKarma noch nicht kennst, dann wirst Du es deutlich spannender finden, eine von den Case Studies zu entdecken.

Besonders interessant ist aus meiner Sicht die Facebook Page von Barack Obama. FanpageKarma liefert Dir auf einen Blick jede Menge KPIs, wie zum Beispiel die Anzahl der Fans oder wie groß das wöchentliche Wachstum ist.

Spannend ist auch die Übersicht von Tops und Flops: Du kannst ganz genau erfahren, welche Inhalte bei den Fans von Barack Obama gut ankommen und welche nicht. Für Deine eigene Facebook Page ist eine solche Funktion sehr nützlich, denn ähnlich wie bei Buzzsumo kannst Du auf diese Weise herausfinden, welchen Content Deine Fans gut finden und entsprechend mehr teilen – was sich für Dich in mehr Reichweite bemerkbar macht.

Abbildung 4: Mit FanpageKarma kannst Du so gut wie jede Facebook Page genau durchleuchten

Zusätzlich zeigt Dir FanpageKarma die besten Tageszeiten für Postings und wann Du generell die meisten Deiner Fans auf Facebook erreichst. Ebenfalls praktisch ist die Übersicht der Multiplikatoren: Dank FanpageKarma weißt Du genau, welche Deiner Fans besonders loyal sind und dafür sorgen, dass Deine Inhalte weit verbreitet werden.

Etwas mit Vorsicht zu genießen aber auf jeden Fall interessant ist die Übersicht mit dem Titel „Werbewert“. Hier zeigt Dir FanpageKarma einen „wöchentlichen Werbewert der Posts“ und erklärt das mit dem Satz: „Wieviel hätte es gekostet, so viele Menschen mit Werbung auf anderen Kanälen zu erreichen, wie diese Fanpage mit Posts erreicht hat.“

Letztendlich ist es eher eine Spielerei, zeigt aber im Vergleich zu anderen Seiten doch ansatzweise, wie gut Du selbst positioniert bist. Was Du selbst aus diesen Angaben dann aber letztendlich für Deine Facebook Page machen solltest, wird Dir vom Tool nicht empfohlen.

Definitiv sinnvoll ist auch die Aufschlüsselung der unterschiedlichen Arten von Beiträgen oder deren Länge. Mit diesen Informationen kannst Du ermitteln, welche Art von Content bei Deinen Fans auf Facebook am besten ankommt und basierend darauf ebenfalls wieder Deine Content Strategie anpassen.


SumoMe

SumoMe ist kein Social Media Tool im klassischen Sinn. Allerdings kann Dir SumoMe dabei helfen, Deine Reichweite in Social Media beträchtlich zu vergrößern.

SumoMe ist ein Plug-in, dass Du direkt in Deinem WordPress-Blog laufen lassen kannst. Für einzelne Landing Pages funktioniert es aber auch – ganz ohne WordPress. Einer der Vorteile von SumoMe ist die große Flexibilität, die Du auch schon in der kostenfreien Variante in hohem Maße nutzen kannst.

Beispiel: Die Share-Funktion innerhalb von SumoMe kann als Social Plugin auf Deiner Website eingesetzt werden. Du wirst das bestimmt schon mal auf der einen oder anderen Website gesehen haben – der Clou ist aber, das SumoMe nicht einfach nur Share-Buttons einblendet, sondern diese Share-Buttons automatisch sortiert!

Abbildung 5: SumoMe produziert unter anderem eine praktische Leiste mit Social Sharing Buttons, die automatisch priorisiert werden

Die Sortierung erfolgt dabei nach der Populärität der Sharing-Dienste. Wenn ein Artikel also besonders häufig via Twitter geteilt wurde, dann packt SumoMe den Share-Button für Twitter ganz nach oben (Desktop) oder ganz nach links (mobile), je nachdem, wo Du die Leiste mit den Buttons platziert haben möchtest.

Hinzu kommen noch diverse Möglichkeiten zur Auswertung, umfangreiche Statistiken und vieles mehr – das meiste davon allerdings in der kostenpflichtigen Variante. Keine Sorge, die ist nicht so teuer und meiner Ansicht nach vom Preis-Leistungs-Verhältnis absolut empfehlenswert.

Mit den Share-Buttons ist es übrigens nicht getan, auch wenn Du eine E-Mail Liste aufbauen willst, ist SumoMe zu empfehlen. Es gibt diverse Möglichkeiten, um Deinen Newsletter auf Deiner Website zu empfehlen – und auch hier hat SumoMe wieder intelligente und nützliche Funktionen am Start, die es Dir viel leichter machen, erfolgreich zu sein.


Fazit

Von den hier vorgestellten Social Media Tools halte ich eine ganze Menge und ich habe sie alle im Einsatz, manche mehr und manche weniger. Entscheidend ist die Tatsache, dass alle Tools Deinen Arbeitsalltag entweder leichter machen oder dafür sorgen, dass Du mehr Erfolg hast. Für mich ist beides wichtig, denn wenn ich Zeit spare dann kann ich diese Zeit mit Tätigkeiten füllen, die erfolgsorientiert sind. Und genau aus diesem Grund lege ich Dir Iconosquare, Buzzsumo, HootSuite, FanpageKarma und SumoMe ans Herz. Probier sie einfach mal aus!



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